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Pressemitteilung der OVZ vom 10.02.2012

Städtische Wohnungsgesellschaft setzt ihr Engagement in der Altstadt fort

Altenburg. Ein Großprojekt und mehrere kleine, aber nicht minder interessante und attraktive Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 6,4 Millionen Euro - das sind auf einen Nenner gebracht die Vorhaben der Städtischen Wohnungsgesellschaft Altenburg (SWG) für 2012. Doch erzählen lässt sich dazu natürlich viel mehr.

 

Selten hat sich Michael Rüger in einem der zurückliegenden Winter allabendlich so für den Wetterbericht interessiert wie in diesem. Denn jeder witterungsmäßig halbwegs vernünftige Tag garantiert den Fortgang der archäologischen Arbeiten beim Areal am Markt. Ihr planmäßiges Ende ist die Voraussetzung für einen planmäßigen Beginn der Neubebauung. "Gerademal 14 Tage Verzug können wir uns leisten, wenn der Bauplan nicht gleich am Anfang ins Wanken geraten soll. Bislang haben wir aber nicht einen einzigen", freut sich der SWG-Chef über die fleißigen "Buddler", die trotz strengen Frosts weiter nach Spuren der Geschichte suchen (OVZ berichtete). Denn Ende des Jahres soll der Rohbau für die 35 Wohnungen, drei Gewerbeeinheiten und 35 Stellplätze stehen.


Doch das Engagement der Wohnungsgesellschaft in der Altstadt beschränkt sich bei weitem nicht nur auf das Areal am Markt, wenngleich es natürlich mit rund fünf Millionen Euro reinen Eigenmitteln das derzeit größte Projekt ist. "In der Moritzstraße 14 und der Schmöllnschen Straße 26/27 werden weitere Wohnungen entstehen", so Michael Rüger. Einige davon sehr individuell und außergewöhnlich, allesamt sehr an den Wünschen der Mieter orientiert, sodass sich die SWG angesichts bisheriger Erfolge in der Innenstadt sicher auch hier keine Sorgen um die Vermietung machen muss.


Besonders froh ist der Geschäftsführer darüber, dass es in der Schmöllnschen Straße im März endlich losgeht. Denn der Abriss der Nummer 26 und die Dachsicherung an der Nummer 27, einem Einzeldenkmal, liegt mittlerweile drei Jahre zurück. "So lange haben wir gebraucht, um die notwendigen Fördermittel zu bekommen. Das ist heute alles viel komplizierter als noch vor ein paar Jahren."

 

  Presse Schmöllnsche Straße 26/27

Die Schmöllnsche Straße 27, ein Einzeldenkmal, wird saniert und die Lücke daneben wieder geschlossen.


Im Zuge von Sanierung beziehungsweise Neubau soll außerdem das Fachwerkhaus in der angrenzenden Hirtengasse restauriert und zudem ein kleines Einfamilienhaus entstehen. Acht neue Ein- bis Vier-Raum-Wohnungen zwischen 55 und 100 Quadratmeter sollen es am Ende in diesem Karree sein. "Vor allem das Fachwerkhaus mit seinen Laubengängen bietet ein sehr individuelles, ungewöhnliches Zuhause", ist Michael Rüger überzeugt. Mit der Fertigstellung wird im Januar 2013 gerechnet. Investiert werden 1,1 Millionen Euro, davon sind 900 000 Euro Fördermittel.


Ähnlich anspruchsvoll ist der Wiederaufbau des vor zwei Jahren abgerissenen Hauses in der Moritzstraße 14. Das stark einsturzgefährdete und schon mit einer Abrissauflage versehene Gebäude hat die SWG vom Bundesvermögensamt ersteigert. Da in dieser Straße von der Nummer 13 bis 18 alles in Hand der Wohnungsgesellschaft war, wollte man den Straßenzug - auch im Interesse des Stadtbildes - komplettieren.

 

  Presse - Moritzstraße 14_Projektansicht

So soll der Lückenschluss in der Moritzstraße Anfang nächsten Jahres aussehen. Grafiksimulation: Architekturbüro Wittig/Hegenbarth

  

Hier entstehen gleichfalls acht neue Wohnungen zwischen 45 und knapp 100 Quadratmetern. Außerdem wird analog des gegenüberliegenden Areals Moritzstraße/Spiegelgasse das Hinterland neugestaltet und damit das gesamte Wohnquartier zwischen Moritzstraße und Kesselgasse durch 31 Parkplätze sowie Grünflächen aufgewertet. Ein Flächenzukauf von der Sparkasse und einem Privateigentümer ermöglicht eine entsprechende Großzügigkeit. Dafür soll auch ein Flachbau, der zur momentan leerstehenden Gaststätte in der Moritzstraße gehört, abgerissen werden. Einzig die Ruinen auf diesem Areal bereiten Michael Rüger noch Kopfzerbrechen.


Baubeginn wird in diesem Frühjahr auch für die Sanierung eines Wohnblocks der Brauhausstraße sein. Die Gebäude aus den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte die SWG vor drei Jahren erworben und die nicht erhaltenswerten abgerissen. Aus der Brauhausstraße 30/31 soll nun wieder ein Schmuckstück werden, Balkone und Stellplätze inklusive. Die Fertigstellung der 14 Wohnungen ist für Anfang 2013 avisiert.

 

  Presse Brauhausstraße 30,31

Nicht erhaltenswerte Bauten machen in der Brauhausstraße Platz für attraktives Bauland - im hinterem Wohnblock entstehen jetzt 14 moderne Wohnungen.


Während solcherart Domizile in der Altstadt erfahrungsgemäß weggehen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, ist der Bedarf an unsanierten Wohnungen in Altenburg-Nord weiter rückläufig. Insgesamt 80 von ihnen werden in diesem Jahr deshalb durch den Abriss der Gebäude Ludwig-Hayne-Straße 32 bis 39 gezielt vom Markt genommen. "Die Mieter haben wir im Oktober informiert. Wer dort noch wohnt, dem helfen wir selbstverständlich bei der Suche nach einem neuen Zuhause", versichert Michael Rüger. Damit hat die SWG seit der Wende insgesamt 1100 Wohnungen abgerissen, wobei etwa die Hälfte noch bewohnt war und freigelenkt werden musste. 70 bis 75 Prozent dieser Mieter sind der Städtischen Wohnungsgesellschaft und überwiegend auch diesem Wohngebiet treu geblieben. "Eine recht ordentliche Quote", ist der SWG-Chef überzeugt.

 

Quelle: Ellen Paul, OVZ vom 10.02.2012, Fotos: SWG

 

 

Standpunkt

Von Ellen Paul

 

Größter Sanierer der Stadt

Auch zwei Jahrzehnte nach der Wende ist die Städtische Wohnungsgesellschaft im Sprachgebrauch bei vielen Altenburgern die Gebäudewirtschaft geblieben. Dabei hat das Unternehmen schon lange rein gar nichts mehr mit dem Wohnungsverwalter aus DDR-Zeiten zu tun. Das wurde nicht zuletzt mit einer eindrucksvollen Bilanz zum 20-Jährigen im vergangenen Sommer bewiesen.


Doch längst hat die SWG noch ein weiteres Plus zu verbuchen: Sie ist in Zeiten zurückhaltender Privatinvestoren der größte Sanierer in der Stadt. Während in Nachwendezeiten mit Steuerspar- und Abschreibungsmodellen ein altes Haus nach dem anderen dem Verfall entrissen wurde, hat das Interesse am Investieren inzwischen merklich nachgelassen. Da ist das anhaltende Engagement des größten Altenburger Vermieters nicht hoch genug zu werten.
Man sollte jedoch nicht vergessen: Die SWG ist zwar ein kommunales, aber dennoch privatwirtschaftliches Unternehmen. Wenn es gesund sein will, muss es auch Gewinn machen. Da können nicht alle Blütenträume reifen.

 


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