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Presseveröffentlichung der Osterländer Volkszeitung (OVZ) vom 17.10.2012

Grundstein für Altenburgs größtes Bauprojekt gelegt / Markt-Areal soll Innenstadt beleben

 

Altenburg. Es ist sicher die Baustelle mit den höchsten Aufmerksamkeitswerten: neugierig beobachtet und kritisch beäugt sowohl von Einheimischen als auch Touristen, wächst auf der Abrissfläche vor Brüderkirche und Ernestinum seit Juli das neue Markt-Areal. Gestern nun wurde auf dem inzwischen betonierten Boden ganz offiziell der Grundstein vermauert.


Als "wohl bedeutendstes Investitionsvorhaben in der Geschichte der Städtischen Wohnungsgesellschaft" bezeichnete SWG-Geschäftsführer Michael Rüger das Projekt. Aber wie kein anderes ist es bis heute umstritten. "Das öffentliche Interesse wuchs in dem Maße, wie ein Nutzungskonzept nach dem anderen scheiterte und zugleich die Bausubstanz immer schlechter wurde", erinnerte Rüger an die über zehnjährige Vorgeschichte.

 

  Presse - Areal am Markt Grundsteinlegung


Auch als sich die SWG des Problems 2007 annahm, war die perfekte Lösung längst nicht gefunden. Das zwei Jahre später vorgelegte Konzept wurde "arg zerrissen", wie der SWG-Chef bekannte. Und nicht ohne Grund nannte er gestern die sich damals anschließende Phase der Projektüberarbeitung und öffentlichen Diskussion die wichtigste für das gesamte Vorhaben.


Nun sprechen die Fakten für sich, so hinsichtlich der Belebung der City. "Mit den 35 neuen Wohnungen werden wir die Zahl der Markt-Anwohner fast verdoppeln", hat Rüger nachgerechnet. Denn inzwischen leben rund um Altenburgs gute Stube nur noch 45 Mietparteien, vor 20 Jahren waren es doppelt so viele. Und auf jede neue Wohnung kommen schon jetzt vier Interessenten.

 

  Presse - Grundsteinlegung Areal am Markt_Internet 2


Auch Oberbürgermeister Michael Wolf wertete die Grundsteinlegung als wichtiges Zwischenziel bei der Aufgabe, pulsierendes Leben in die Innenstadt zu holen. Ausdrücklich dankte er der SWG, "die in schwieriger Zeit Verantwortung übernahm, als Private schon das Handtuch geworfen hatten". Er sei überzeugt, bekannte der SPD-Politiker, dass in einigen Jahren nur noch positiv über das Vorhaben geredet werde, die negativen Dinge vergessen seien, "und wir den Kopf darüber schütteln werden, was wir uns selber für Steine in den Weg gelegt haben".
Zu dem Projekt gehören ein Konsum-Supermarkt, 35 Wohnungen samt Tiefgarage, ein Café und ein kleiner Laden. Als Bauzeit sind anderthalb Jahre veranschlagt, sodass Ende 2013/Anfang 2014 die ersten Mieter einziehen könnten.

 

Quelle: Günter Neumann, Osterländer Volkszeitung (OVZ) vom 17.10.2012

 

Informationen zum Projekt

 

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